Rock climbing in Kentucky
Die Zeit hier in Tennessee vergeht wie im Fluge… kein Wunder, steht doch jeden Tag etwas neues auf dem Programm! Waren wir noch gleich am ersten Tag ganz fleissig und sind 35km geradelt, abends dann Dinner bei meinen alten Gasteltern. Alle waren sie da, sogar die Nachbarn! Am nächsten Tag stand dann deutsches Essen in den Bergen von Virginia auf dem Programm.
Meine Currywurst mit Bratkartoffen und Nachtisch gedeckter Apfelkuchen war wirklich gut, und für 5 Dollar sogar verdammt günstig. Nachmittags bin ich rüber zum Bristol Motorspeedway gefahren, wo ich eine offene Tür gefunden habe, um mich rein zu schleichen.
Leider ging die Tür nur in eine Richtung, so dass mein Handy als Türoffenhalter herhalten musste. Schon nicht schlecht, wenn ich mir vorstelle auf so einem kleinen Oval mit knapp 200 km/h immer im Kreis zu fahren… Gleich nebenan auf dem Bristol Dragway wurden rennen von selbstgetunten Musclecars ausgefochten. Die Soundkulisse ist einfach unbeschreiblich, da wirklich jedes Auto einen riesigen V8 Motor verbaut hat, und Auspuff? Kostet nur Leistung, also weg damit! 7 Liter, 8 Liter, oder sogar über 10 Liter Hubraum – kein Problem! Die Leistungsuntergrenze würde ich mal so auf 650 PS ansetzen. 1000 PS sind aber auch kein Problem. Zeiten von 8 Sekunden auf der Viertelmeile lassen den Kenner aufhorchen. Für die unter euch, denen das nichts sagt: Das sind nach 400 Meter in 8 Sekunden. Selbst ein Lamborghini braucht ca. 12… Anschließend ein wenig Rasen mähren auf Davids riesigem Grundstück. Er hat schon mal “vor gemäht”. Auf dem Traktor zum drauf sitzen. Hat ca. 5 Stunden gedauert. All die schwer zu erreichenden Plätze müssen mit dem Handmäher nachgemäht werden. Wo immer Steine sind, das Unkraut zu hoch etc.
Abends haben wir dann Wings auf den Grill geworfen und ein paar Freunde von David eingeladen. Wir haben ein interessantes Kartenspiel gespielt, wo man seine ganzen Pennies (1 Cent) einseetzen muss. Irgendwann um 1 sind wir dann zum Pokern übergegangen. 5$ buy in. Had some fun, as you can tell
Samstag Morgen dann rüber zu Freunden zum Frühstück. Von dort aus weiter zu meinen alten Gasteltern, ein wenig im neuen Pool abkühlen, die Ribs in den Smoker verladen und beim Bier zusammen mit Nachbarn und Freunden quatschen. Der Smoker hatte leider einen Kurzschluss, sodass die Ribs auf dem Grill weiter geschmort wurden. Trotzdem war’s suuuper lecker!
Zwischenzeitlich hat Rob uns eine kleine Rundtour mit seinem Jeep gegeben. Er hat die Türen ausgehängt, große Stollenreifen montiert und so sind wir ab durch die Wallachei zu einem verlassenen Grundstück ein wenig durchs Gehölz. Irgendwann kam Rob auf die Idee, warum nicht den Hügel vom Haus meiner Gasteltern runter? Also ab dafür! Danach unten rum Richtung Wald. Leider sind wir irgendwann an einem großen Baumstamm oder Erdhügel gescheitert… Nach den Ribs dann abends dann noch die ein oder andere Runde Billard bevor es zeitig ins Bett ging, um am Sonntag Morgen fit fürs Klettern in Kentucky zu sein.
Geplate Abfahrt war 8 Uhr. Nachdem Rob (Amy’s Bruder aus Pennsylvania) aber ein wenig länger gebraucht hat, wir nach dem Frühstück bei Mc Donalds noch einmal vom Highway umkehren mussten, weil Jane ihre Medizin bei einer Freundin vergessen hatte, sind wir dann so gegen 10 Uhr erst los gefahren. Auf der Fahrt hat ein Schauer den nächsten gejagt, und so sind wir mittags um 12 erst einmal etwas Essen gegangen. Und was gab es? Na klar: Burger =) Gegen 4 kamen wir dann endlich an, und es regnete immer noch. Wir haben trotzdem unsere 7 Sachen zusammen gepackt und sind vom Parkplatz aus Richtung Berg gewandert.
Dort angekommen haben wir uns ein vom Regen geschütztes Plätzchen gesucht und sind bis ca. 7 Uhr geklettert. Auf dem Rückweg noch ein kurzer Stop bei einem extrem leckeren Mexikaner, echtes maxikanisches Essen. Lecker und günstig! 2 Uhr nachts waren wir erst wieder zu Hause. Mit dem brandneuen Ford Explorer macht mir das Fahren aber so viel Spaß, so dass ich gern gefahren bin.
Montag war hier allgemeiner Feiertag, sogenannter Labor Day. Tag der Arbeit… Und guess what: wir haben Baby back ribs gekauft und haben den Smoker angeworfen!! Dabei werden die Ribs indirekt befeuert.
Das Feuer ist quasi neben den Ribs und zieht von dort aus über die Ribs raus aus dem Schornstein. Wichtig ist dabei welches Holz man zum verbrennen benutzt, um dem Fleisch durch das Räuchern einen gewissen Geschmack zu geben. Nach guten 5 Stunden waren die Ribs dann so weit, dass sie sprichwörtlich vom Knochen gefallen sind. Ein Traum !!
Heute am Dienstag habe ich mich zum Lunch mit einer “Klassenkameradin” aus High School Zeiten getroffen. Wieder beim Mexikaner – so langsam fange ich an das Essen zu mögen… War schön ein wenig zu plaudern. Sie ist natürlich bereits verheiratet, hat 5 Kinder (3 davon sind ihre eigenen). Danach ging es zum Virginia Intermont College, wo David unterrichtet. Ich war heute Gastsprecher und konnte meine Erfahrungen im IT Bereich allen mitteilen, was scheinbar sehr gut angekommen ist. Nach dem erfolgreichen Auftritt haben wir seine Mutter getroffen und sind Essen gegangen. Lobster, Shrimp und lauter Leckerein. Wir wollten ja nicht mit leerem Magen im Kino sitzen. Es lief District 9, aus dem Ellen nach 6 Minuten quasi geflüchtet ist und sich in ein anderes Kino gesetzt hat.
Jetzt sitze ich zuhause bei David, aktualisiere den Blog und repatiere gleichzeitig einen seiner Rechner. Morgen ist ja schon quasi der letzte Tag. Da gehts ab an den See ein wenig gammeln und abends zum Abschied noch einmal zu meiner alten Gastfamilie…
Bilder:
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